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Farbgenetik beim Pudel

Wie bekomme ich einen roten Pudel?

Um zu bestimmen, welche Farben in einem Wurf fallen können benötigt man zweierlei. 1. benötigt man das Wissen zur Farbvererbung und 2. bracht man Angaben zu den Elterntieren.

Das Buch von Irene Sommerfeld-Stur, Rassehundezucht, Genetik für Züchter und Halter, vermittelt dazu ein gutes Basiswissen.

Das hier Dargestellte Wissen stammt aus ihrem Buch und verschiedenen Fortbildungen beim VDH. Es stellt meine Interpretation dar, die möglicherweise auch noch fehlerhaft ist.

Um zu verstehen welche Farbe die Haare des Hundes später haben können, schaut man sich die Genanalyse des Hundes an.

Wie Vererbung funktioniert ist Ihnen bestimmt bekannt. Jedes Wesen hat einen Genetischen Code, seine DNA. Die DNA beschreibt alle Merkmale, die er vererben kann. Um Merkmale zu vererben, wird die DNA kopiert und in der Mitte getrennt. Die halben Merkmale werden jeweils in die Eizelle der Mutter und das Spermium des Vaters gelegt. Bei der Zusammenführung beider entsteht somit ein neuer Code, halb aus der Mutter und hab aus dem Vater. So ist es auch bei der Haarfarbe und Struktur.

Im Moment gibt es noch keinen Test, der Beschreibt, wie ein weißer Pudel genau genetisch aussieht. Bei weißen Hunden gibt es zudem noch die Unterscheidung ob dem Hund komplett die Pigmentierung fehlt, er also ein Albino ist oder ob nur keine oder wenige Pigment in das Haar eingelagert werden.

Im Moment gibt es noch keinen Test, der Beschreibt, wie ein weißer Pudel genau genetisch aussieht. Bei weißen Hunden gibt es zudem noch die Unterscheidung ob dem Hund komplett die Pigmentierung fehlt, er also ein Albino ist oder ob nur keine oder wenige Pigment in das Haar eingelagert werden.  

Für alle anderen Farben gilt:

MCR1 - E-Lokus ß-Defensin - K-Lokus B-Lokus ASIP - A-Lokus Farbe  
E/ Kb/ B/ und  Alle Genotypen Schwarz
    b/b Alle Genotypen Braun  
E/ Kbr/  

Ay/

Aw/

At/

a/a

Gestromt

Wildfarben/Stromung

Black and Tan mit Stromung

Schwarz

 
E/ k/k  

Ay/

Aw/

At/

a/a

Fawn (rot oder gelb)

Wildfarben

Black and Tan

Schwarz

 
e/e Alle Genotypen   Alle Genotypen rot

Diese Tabelle entstammt dem Buch Rassehundezucht, Sommerfeld-Stur, 1.Auflage 2016 S. 117. Ich habe sie noch um den B-Lokus erweitert. 

Zuerst sei erklärt, was es mit Groß- und Kleinbuchstaben auf sich hat.

Ein Großer Buchstabe markiert eine Dominanz über einem Kleinbuchstaben. Das bedeutet, das sich der Kleinbuchstabe versteckt und der Großbuchstabe sichtbar ist. Der Kleinbuchstabe ist rezessiv.

E-Lokus

Dieser ist der Ranghöchste Genort bei der Farbbestimmung. Haben wir ein e/e wird es immer ein roter Pudel. Das Rot kann ein Aprikot oder ein dunkles Rot sein. Hier treffen zwei rezessive Merkmale aufeinander, daher sind sie sichtbar.

Haben wir ein großes E mit dabei, spielt das zweite E/e nur für die Vererbung an die Nachkommen eine Rolle. Bei unseren A-Wurt haben wir den scharzen Bolle mit E/e und die rote Luna mit e/e verpaart. Es besteht also eine 50% Wahrscheinlichkeit auf rote und eine 50% Wahrscheinlichkeit andersfarbige Welpen.

K-Lokus

Weiter geht es zum 2. Merkmal, welches darüber bestimmt ob wir eine oder mehrere Farben haben werden. Trägt eines der Elterntiere Kb/Kb, kann es auch in der nächsten Generation nur einfarbige Hunde geben, da Kb dominant ist, sich also immer durchsetzt. Kragen beide Elterntier neben dem Kb ein Kbr oder ein k, dann könnte in dritter Generation auch eine andere Farbe entstehen. Bleiben wir aber bei einem Hund der Kb trägt. Bei diesem schauen wir als nächstes auf den B-Lokus, der zusätzlich auch für das Nasen-Pigment verantwortlich ist. Auch hier ist B (schwarz) dominant über b (braun) Möchten wir also einen braunen Hund, müssen beide Elterntiere mindestes ein kleines b tragen, ansonsten ist der Hund schwarz.

Kommen wir zurück zum Kbr. Kbr ist niedriger als Kb. Trägt ein Hund Kbr und Kbr, oder k, dann kommt das brindle-Gen zum Tragen und wir schauen uns den A-Lokus an um zu sehen, welche Ausprägung wir erwarten dürfen.

Trägt der Hund zwei kleine k, haben wir einen ein- oder mehrfarbigen Hund ohne Stromung.

A-Lokus

Nur bei Kbr/ oder k/k können wir die Ausprägung des A-Lokus überhaupt sehen. Auch hier zeigt die Reihenfolge absteigend, welche Kombination sich zeigt.  

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